Säbelsägen-Sägeblätter

Die Aufnahme

Ein Sägeblatt kann noch so gut sein, wenn es nicht die zur Säbelsäge passende Aufnahme besitzt, wird es einem nicht helfen können.

Achten Sie beim Kauf eines Sägeblattes daher immer darauf, dass das Blatt die richtige Aufnahme hat. Die meisten Hersteller haben sich mittlerweile auf eine ½“-Universalaufnahme geeinigt, so dass ein Fehlkauf in den meisten Fällen vermieden wird und man die Sägeblätter sogar Herstellerübergreifend nutzen kann.

Beispiele für Elektrowerkzeug-Hersteller die die ½“-Aufnahme verwenden sind AEG, Skil, Makita, DeWalt, Metabo, Milwaukee, Bosch und Hilti.

Qualität und Material

Um ein reibungsloses Arbeiten und eine lange Lebensdauer der Sägeblätter zu gewährleisten, werden diese, je nach Anwendungsbereich, aus verschiedenen Materialien hergestellt.

Sägeblätter die mit Bi-Metall gekennzeichnet sind, bestehen aus einer Mischung HSS-Stahl und einem flexiblen Legierungsstahl. Diese Sägeblätter eignen sich vor allem dann, wenn die Säbelsäge schnelle Schnitte produzieren soll. Die Blätter müssen für die schnellen Schnitte besonders bruchsicher sein. Aus diesem Grund sind sie auch langlebiger als normale Karbon oder HSS-Säbelsägeblätter. Ein Kobalanteil im Material des Sägeblattes erhöht die Härte der Zähne noch mehr.

Übersicht der Materialien 

  • Bi-Metall: Sägeblätter für schnelle Schnitte und lange Lebensdauer.
  • Bi-Metall mit 8% Kobalt-Anteil: Besonders Stabile Zähne für sehr harte Arbeiten.
  • HCS: Verwendet Kohlenstoff-Stahl. Diese Säbelsägebätter sind besonders für Schnitte in Holz und Kunststoff geeignet.
  • Edelstahl-Sägeblätter: sind korrosionsbeständig. Geeignet für das Arbeiten im Freien und überall dort wo hohe Luftfeuchtigkeit vorzufinden ist.
  • Hartmetall-Sägeblätter: Geeignet für das Sägen in GFK und Metall (z.B. Rohre).

Welche Blattform ist die richtige?

Je nach Anwendungsbereich und Werkstück das getrennt werden soll, variiert nicht nur das Material des Säbelsägeblattes sondern auch dessen Form und Stärke.

  • Universalblatt
    Wie der Name schon sagt, ist das Universallsägeblatt universell für verschiedene Materialien einsetzbar. Das Sägeblatt hat eine geradlinige Form und eine mittlere Stärke.
  • Abgeschrägtes Blatt
    Diese Form ist besonders für das besägen von Holz geeignet. Durch die geringe Höhe des Säbelsägeblattes lässt es sich auch wunderbar für Tauschschnitte verwenden. Das führen durch das Holz ist hierbei leichter als bei anderen Blatt-Formen.
  • Abgeflachtes Blatt
    Das abgeflachte Sägeblatt wird für Kurvenschnitte verwendet. Dabei ist zu beachten, dass je schmaler das Säbelsägeblatt ist, desto enger können die Kurven gesägt werden.
  • Speziell abgeflachtes Blatt
    Das speziell abgeflachte Sägeblatt ist für Gerade Schnitte und Kurvenschnitte in weicheren Werkstücken geeignet.

Sägeblatt: Länge und Zahnung

Die Länge des Säbelsägeblatt sollte mindestens die Breite des zu bearbeitenden Werkstückes plus 8 cm für den Aufnahme-Schaft der Säbelsäge betragen. Gehen wir also von einem Holzbalken mit einer Breite von 6 cm aus, muss das Sägeblatt mindestens 14 cm lang sein.

Die Anzahl der Zähne auf dem Blatt richtet sich nach dem Material und der Stärke des Werkstückes. Es gilt allgemein, dass sich beim Sägen mindestens 3 Zähne im Werkstück befinden sollen. Wenn es um das Trennen von Holz geht, wird der Schnitt mit Abnehmen der Anzahl der Zähne immer gröber.

Wenn Metall gesägt werden soll empfehlen sich folgende Angaben:

  • Materialstärke 4,5 – 10 mm: Verzahnung 1,8 mm
  • Materialstärke 3,0 – 4,5 mm: Verzahnung 1,4 mm
  • Materialstärke weniger als 3 mm: Verzahnung 1,0 mm

Schmiermittel

Wenn Sie Ihre Säbelsägeblätter schonen und deren Lebensdauer erhöhen möchten können Sie beim Sägen auf den Einsatz von Schmiermitteln zurückgreifen. Durch das Hinzuziehen von Schneidöl kann die Lebensdauer um ein 5-faches erhöht werden.

Schnittgeschwindigkeiten

Achten Sie bei sägen auf die vom Hersteller des Sägeblattes angegebene Schnittgeschwindigkeit. So erhalten Sie das bestmögliche Sägeergebnis und schonen das Säbelsägeblatt bei der Arbei.



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