Sägeblatt Schärfen

Das Schärfen von Sägen wird heute kaum noch durchgeführt, lassen sich die meisten Sägeblätter doch einfach austauschen. Doch früher, als man die Blätter der Säge nicht einfach wechseln konnte, gehörte das nachschärfen genauso zu Arbeit wie das Sägen selber. Auch heute kann es noch Sinn machen das Sägeblatt zu schärfen – beispielsweise um den Geldbeutel zu entlasten.

Wie genau das funktioniert werden wir in diesem Artikel erläutern. Benötigt wird dazu lediglich eine Dreikantfeile. Das Schärfen selber ist dann gar nicht so schwierig wie man vielleicht glaubt.

Wann macht es Sinn das Sägeblatt zu schärfen?

Das Schärfen ist natürlich besonders sinnvoll bei Sägen, deren Sägeblätter sich nicht austauschen lassen. Dazu gehört beispielsweise der Fuchsschwanz, der händische Pendant zur elektrischen Säbelsäge. Das Blatt des Fuchsschwanz ist besonders Dick und Breit um mit ihm vor allem  Schwere Schnitte durchführen zu können. Aus diesem Grund verfügen die meisten Modelle nur über ein starres, nicht austauschbares, Sägeblatt.

Für feine Schnitte hingegen verwendet man die Feinsäge. Diese verfügt über ein dünnes Sägeblatt mit sehr kleinen Zähnen. Auch bei ihr lässt sich das Sägeblatt in der Regel nicht austauschen, so dass das schärfen durchaus Sinn ergibt.

Wann kann ich das Sägeblatt nicht schärfen?

Sägen die über ein gehärtetes Sägeblatt verfügen lassen sich in der Regel nicht schärfen, da sich die besonders harten Zähne nicht bearbeiten lassen. Dafür ist der Verschleiß bei diesen Sägen von Werk aus geringer, so dass die Lebensdauer wesentlich länger ist als bei herkömmlichen Sägeblättern. Sind diese jedoch einmal Verschließen müssen sie ausgetauscht werden.

Wie schärfe ich Sägeblätter fachgerecht?

Das Sägeblatt einklemmen

Zunächst muss das zu bearbeitende Sägeblatt eingespannt werden. Dazu kann man eine Feilkluppe verwenden, oder wenn diese nicht vorhanden ist einen einfachen Schraubstock. Klemmen Sie zwischen Sägeblatt und Schraubstock beidseitig ein Stück Holz damit das Sägeblatt nicht direkt in den Schraubstock geklemmt wird. So vermeiden Sie eventuelle Schäden am Blatt.

Natürlich müssen die Zähne nach oben zeigen. Achten Sie darauf, dass diese nur soweit überragen, wie für das Schärfen notwendig ist.

Das Abrichten

Als erstes erfolgt das Abrichten. Das bedeutet, dass die Zähne des Sägeblattes alle auf eine Höhe gebracht werden, so dass sie eine horizontale Linie bilden.

Dazu verwenden Sie eine einfache Flachfeile, mit der sie gleichmäßig über die Zahnspitzen reiben bis diese leicht abgeflacht sind. Die Spitzen der Zähne werden so etwas abgestumpft. Das macht man so lange bis alle Zähne die identisch länge haben.

Das Anspitzen

Mit den nun abgeflachten Sägezähnen lassen sich natürlich keine sauberen Schnitte vollziehen. Daher müssen die Zähne nun wieder angespitzt werden. Dazu verwenden wir nun eine sogenannte Dreikantfeile.

Die Spitzen werden nun soweit angespitzt bis die flache Fläche verschwindet. Mehr ist nicht notwendig und sollte nicht nachgefeilt werden.

Das ganze macht man dann mit jedem einzelnen Zahn. Achten Sie darauf, dass die Zähne gleichmäßig bearbeitet werden.

Das Schränken

Bei einigen Säegblättern zeigen die Zähne nicht ausschließlich in eine Richtung, sondern abwechselnd nach links und rechts. Wenn das der Fall ist und die Zähne nur noch ungleichmäßig abstehen, dann müssen diese abgeschränkt werden. Dazu verwendet man eine spezielle Schränkzange.

Bei Feinsägen lässt sich dieser Vorgang allerdings nicht durchüfhren, da die Zähne auf den Blättern zu fein sind und von der Zange beschädigt werden würden.

Sägezähne schärfen

Kommen wir nun zum eigentlichen Schärfvorgang. Hierfür dient uns die Dreikantfeile als wichtigstes Werkzeug. Soll eine Querschnittsäge geschärft werden, dann muss die Feile diagonal und horizontal zum Sägeblatt in die Zahnlücken gesetzt werden. Bei Längsschnittsägen dagegen wird die Feile rechtwinklig und horizontal gesetzt.

Nun wird ein Sägezahn nach dem anderen geschärft. Verwenden Sie dabei nur leichten Druck und feilen Sie jeden zahn über denselben Zeitraum, damit eine Gleichmäßigkeit sichergestellt ist.

Wenn die Säge nur leicht verschließen ist kann der Vorgang des Abrichten, Anspitzen und Schränken ausgelassen und direkt mit dem Schärfen begonnen werden.

Fazit zum Schärfen von Sägeblättern

Auch wenn es nicht mehr oft durchgeführt wird, kann das Schärfen von Sägeblättern den Geldbeutel und auch der Umwelt zugutekommen. Der Vorgang selber ist, wie man in dem Artikel feststellen konnte, auch gar nicht schwer. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Zähne möglichst gleichmäßig bearbeitet werden, damit später ein sauberes Sägeergebnis gewährleistet ist. Wie bei vielen anderen Arbeiten gilt auch beim Schärfen behutsam und bedacht vorzugehen. Setzen Sie nicht Zuviel Kraft ein um eine Beschädigung am Sägeblatts zu vermeiden.



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