Die Säbelsäge für Profis und Heimwerker

Nicht nur professionelle Handwerker, nein auch immer mehr Heimwerker haben erkannt, wie praktisch und hilfreich eine Säbelsäge sein kann. Entsprechend groß ist inzwischen auch das Angebot der Hersteller. Wer sich für eine Säbelsäge interessiert, der wird überrascht sein, wie groß die Auswahl ist. Da kann man schnell einmal den Überblick verlieren. Damit es Ihnen nicht genau so geht, können Sie sich im Folgenden umfangreich informieren.

Was ist eine Säbelsäge?

Wer sich häufiger handwerklich betätigt, wird wissen, wie zweckmäßig eine Säbelsäge sein kann. Eine solche per Hand bedienbare Elektrosäge erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist auch bei Hobbyhandwerkern im Werkzeugsortiment immer häufiger zu finden.

Manche kennen die Säbelsäge aber auch unter anderen Bezeichnungen, wie zum Beispiel Reciprosäge oder Tigersäge. Gemeint ist damit aber immer das gleiche Gerät. Im Einsatz ist die Säbelsäge vor allem auf Baustellen und dort häufig in der Sanitär- und Heizungstechnik, aber auch das Technische Hilfswerks nutzt ein solches Werkzeug häufig bei Ihren Einsätzen.

Ein klassisches Einsatzgebiet ist der Abbau von Bauteilen, da die Säbelsäge dort auch bei Materialien genutzt werden kann, die vernagelt oder verschraubt sind. Generell eignet sich die Säbelsäge sowohl für grobe als auch für feine Arbeiten. Durch den Elektromotor kann die Säge recht einfach bedient werden und spart viel Kraft.

Wie genau funktionieren Säbelsägen?

Ein Blick auf die Sägeblätter gibt einen Hinweis darauf, wie die Säbelsäge zu ihrem Namen kam. Denn das Aussehen und auch die Bewegung der Sägeblätter erinnert durchaus an einen Säbel. Sowohl präzise als auch große Schnitte sind mit der Säbelsäge möglich. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch, dass sie eine hohe Zugkraft entwickeln kann. Um mit ihr sicher zu arbeiten, braucht man daher schon etwas Übung und auch Kraft.

Als Universalsäge hat die Säbelsäge ihren Durchbruch geschafft, denn sie schneidet nahezu jedes Material, ganz egal ob es Holz, Metall oder Keramik ist.

Selbst für schwer zugängliche Stellen ist die Säbelsäge geeignet, da sie sehr beweglich ist. Da können Werkzeuge wie die Stich- oder Kreissäge nicht mithalten.

Vorteile & Einsatzgebiete

Kein Wunder also, dass die Säbelsäge immer beliebter wird. Wer sie einmal ausprobiert hat, der schätzt vor allem folgende Punkte:

  • Saubere Schnitte: Die Säge schneidet fast jedes Material und ist eine echte Universalsäge, die Holz, Metall, Keramik und sogar Beton gleichermaßen sägen kann. Dabei erzeugt sie immer einen guten und sauberen Schnitt. Allerdings ist dies nur möglich, wenn auch das passende Sägeblatt verwendet wird. Wer also häufig verschiedene Materialien bearbeiten möchte, der sollte ein entsprechend großes Sortiment an Sägeblättern bereit halten.
  • Hohe Belastbarkeit: Die Säbelsäge zählt zu den robusten Werkzeugen und ist vielseitig einsetzbar, ohne darunter zu leiden. Daher sind auch Nägel oder Schrauben für sie kein Hindernis. Für fast jedes Material gibt es das passendes Sägeblatt. Daher kann zum Beispiel auch gehärtete Keramik mit diamantsegmentierten Sägeblättern geschnitten werden.
  • Universell einsetzbar: Diese Vielseitigkeit der Säbelsäge macht sie zu einer Universalsäge, mit der fast alles geschnitten werden kann. Metallrohre durchtrennt sie genauso wie Holz oder Kabelkanäle oder andere Materialien. Besonders beim Abbau und der Demontage von Bauteilen, Hütten oder Gerüsten wird die Säbelsäge gerne eingesetzt, da man mit ihr schnell und praktisch arbeiten kann.

Welche Varianten gibt es?

Bosch Professional GSA 1100 E

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Säbelsägen mit Netzbetrieb

Eine Säbelsäge mit Netzbetrieb ist der Klassiker. Hierbei wird das elektrische Werkzeug über Netzteil mit Kabel betrieben. Man benötigt dazu nur eine Steckdose und schon kann es losgehen. Der Nachteil ist dabei jedoch, dass man in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und leicht kann sich das Kabel auch verheddern oder stören. Ist wenig Platz zum Arbeiten vorhanden, kann das Kabel auch im Weg sein und leicht durchtrennt werden, wenn man nicht besonders gut darauf achtet.

Praktisch ist an dieser Variante natürlich, dass die Säbelsäge jederzeit einsatzbereit ist, sobald eine funktionierende Steckdose in der Nähe ist. Es muss also nicht erst eine Ladezeit abgewartet werden. Befindet sich der Arbeitsplatz jedoch auf einer Baustelle oder im Garten, dann ist meist keine beständige und überall verfügbare Stromversorgung gegeben. In dem Fall muss entweder ausreichend Verlängerungskabel vorhanden sein oder aber eine Säbelsäge, die mit Akku betrieben wird.

Über die Leistungsfähigkeit einer Säbelsäge mit Netzteil gibt die Wattzahl Auskunft. Dabei sollten zumindest 700 Watt möglich sein. Es gibt auch Modelle, die über 1000 Watt liefern, jedoch haben diese Modelle zwar eine hohe Leistungskraft, aber sind oft auch schwer und eher unhandlich in der Bedienung.

Bosch Aku Säbelsäge

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Akku Säbelsägen

Durch den Akku bekommt man bei der Arbeit mit einer Akku Säbelsäge mehr Mobilität und Flexibilität. Dies ist wichtig, wenn man vor allem auf unübersichtlichen Baustellen oder viel in der freien Natur oder zumindest im großen Garten sowie auf Gerüsten oder Leitern arbeiten möchte. Überall dort wäre das Kabel eher hinderlich oder sogar gefährlich.

Ein Nachteil hat die Akku Säbelsäge natürlich auch und das ist die Ladezeit des Akkus, die viel Zeit in Anspruch nehmen kann und auch die Arbeiten unterbricht. Praktisch ist da, wenn man einen zweiten Akku hat, den man geladen bereit halten kann und dann direkt wechselt, während der andere an das Ladegerät kommt.

Über das Leistungsvermögen von Akku Säbelsägen geben die Wattstunden Auskunft. Diese Werte können sehr unterschiedlich sein. Allerdings ist ein Wert von mindestens 30 Wattstunden empfehlenswert. Schließlich möchte man nicht, dass mitten in der Arbeit der Akku leer ist, demnach sollte die Betriebsdauer nicht zu kurz sein. Ein Ersatzakku ist natürlich immer sinnvoll und praktisch.

Das richtige Modell finden

Um die richtige Säbelsägen zu finden, sollte man die folgenden Punkte berücksichtigen, um sich einen Überblick zu verschaffen, welches das passende Modell für einen ist.

  • Der Preis
    Dieser Punkt steht nicht ohne Grund oben auf der Liste, denn schließlich ist es wichtig zu wissen, wie hoch die Investition ist und was man dann dafür bekommt. Natürlich ist die günstigste Säbelsäge nicht zwangsläufig die beste. Entscheidend ist das beste Verhältnis von Preis und Leistung.
  • Die Hubzahl
    Je höher die Hubzahl, desto schneller ist die Arbeit mit dieser Säge erledigt. Sinnvoll ist es, wenn man die Hubzahl stufenweise einstellen kann. Denn schließlich gibt es unterschiedliche Materialien und unterschiedliches Materialstärken, die mit der Säge geschnitten werden sollen. Da ist manchmal eine niedrigere Geschwindigkeit nicht nur ausreichend, sondern auch besser.
  • Die Schnittleistung
    Wichtig ist bei einer Säbelsäge auch die maximale Schnittstärke und natürlich auch die Sauberkeit und Präzision eines Schnittes. Dies sollte auch mehr mehreren unterschiedlichen Materialien gleichermaßen der Fall sein.
  • Die Handhabung
    Da die Säbelsäge mit der Hand geführt wird, ist es wichtig, dass sie auch gut in der Hand liegt, denn nur dann kann sie genau und sicher bedient werden. Wenn sie eher schwer ist und demnach unhandlich wird, dann ist dies für die Arbeit schlecht. Auch das Wechseln der Sägeblätter sollte unproblematisch sein. Vorteilhaft ist, wenn dafür nicht noch spezielles Werkzeug gebraucht wird.
  • Die Energieleistung
    Auch die Energieversorgung ist ein wichtiger Aspekt bei der Beurteilung einer Säbelsäge. Daher ist zu prüfen, wie viel Watt das Netzteil schafft bzw. wie viele Wattstunden der Akku hält. Ist die Leistung zu gering, dann ist von der Säbelsäge abzuraten, denn das bedeutet häufigen Akkuwechsel bzw. langsames Arbeiten.
  • Die Ausstattung
    Das Zubehör sollte ebenfalls genau betrachtet werden. Die Anleitung sollte auch auf Deutsch zur Verfügung stehen. Positiv ist auch, wenn bereits weitere Sägeblätter mitgeliefert werden. Je nach Gerät gibt es auch noch ein eingebautes Arbeitslicht oder andere hilfreiche Ausstattungen.

Die Kaufkriterien

Zu den Überlegungen gehört auch, sich darüber klar zu werden, wie viel Geld man überhaupt ausgeben möchte. Lohnt es sich, ein teures Gerät für den Verwendungszweck und die Nutzungshäufigkeit? Natürlich eignet sich auch das billigste Angebot nicht immer für das, was man vor hat. Dennoch macht es Sinn, sich vorher über sein Budget Gedanken zu machen und sich darüber klar zu sein.

Ob man eher eine Säbelsäge mit Akku braucht oder ob der klassische Betrieb über das Netz reicht, hängt von den Anlässen und den Arbeitsorten ab. Wird eher in der Werkstatt oder im Hobbyraum gearbeitet, dann ist meist eine Säbelsäge mit Netzteil zu empfehlen. Wird das Gerät häufig im Garten oder auf Baustellen gebraucht, dann wird eine Säbelsäge mit Akku sinnvoller sein.

Hubzahl und Hublänge sind entscheidend für die Schnittleistung der Säbelsäge. Über die Hubzahl wird die höchstmögliche Geschwindigkeit angegeben, mit der das Sägeblatt vor und wieder zurück bewegt werden kann. Bei der Hublänge, die auch mal als Hubhöhe genannt werden kann, handelt es sich um den Radius, in dem sich das Sägeblatt bewegt. Sollen vor allem auch breitere Schnitte gemacht werden, dann ist eine Hublänge von 20 mm schon empfehlenswert.

Auch hierbei ist wieder der Einsatz der Säbelsäge entscheidend für die benötigte Leistung. Oft reicht eine durchschnittliche Leistung schon für die meisten Arbeiten aus. Diese Modelle sind dann in der Regel auch handlicher und einfacher zu bedienen als ihre leistungsstarken Vertreter. Daher sollte man auch hier sich vorher Gedanken über die Art des Einsatzes machen. Dann lässt sich schnell klären, wie viel Watt das Netzteil bzw. wie viel Wattstunden der Akku haben soll, um den Ansprüchen gerecht zu werden.

Um ein gutes und genaues Arbeiten zu ermöglichen, sollte die Säbelsäge gut und sicher in der Hand liegen. Vor allem bei schweren Modellen ist dies nicht immer gegeben, da sie zwar leistungsstark sind, aber in der Handhabung nicht ganz einfach. Daher wird dabei schon etwas mehr Übung und auch Geschick verlangt. Um sich über die Handhabung klar zu werden ist das Gewicht der Säge bereits ein hilfreicher Anhaltspunkt.

Online oder Fachhandel: Wo sollte man Säbelsägen kaufen?

Das Internet hat sich in allen Bereichen stark durchgesetzt und das trifft auch auf den Werkzeughandel zu. Allerdings kann der Fachhandel durch die Beratung und auch durch die Präsentation der einzelnen Modelle immer noch Kunden begeistern, obwohl sie häufig mit den Preisen im Internet nicht mithalten können.

Online gibt es keine begrenzten Öffnungszeiten

Ein großer Vorteil der Online-Shops ist die Möglichkeit, dort an jedem Tag der Woche und das 24 Stunden täglich einzukaufen. Ohne Zeitdruck und ohne Einschränkungen sind diese Online-Shops immer geöffnet und der Kunde kann dann einkaufen, wann es ihm zeitlich am besten passt.

Außerdem spart man sich auch noch die Zeit der Anfahrt und der mitunter lästigen Parkplatzsuche. Selbst an der Kasse gibt es keine Wartezeit, wenn man im Internet einkaufen geht.

Preisvergleich von zuhause aus

Online kann man sich schnell einen Überblick über das Angebot und über die einzelnen Preise verschaffen. Meist sind dort die Preise auch noch günstiger, als im Ladengeschäft, denn ein Online-Shop benötigt sehr viel weniger Personal und auch das Anmieten von teuren Ladenlokalen mit entsprechender Warenpräsentation fällt weg und kann den Kunden auf günstigere Preise gut geschrieben werden. Auch erspart man sich beim Online-Einkaufen die Wege von Geschäft zu Geschäft, um dort die Preise zu vergleichen.

Zusätzlich ist die Verfügbarkeit eines Artikels im Online-Handel meist sehr viel höher. Und sollte er doch einmal ausverkauft sein, kann entweder schnell für Ersatz gesorgt werden oder aber man findet in einem anderen Online-Shop in kurzer Zeit das gleiche Gerät. Besonders bei schweren oder sperrigen Einkäufen fällt noch positiv auf, dass man es nicht selber nach Hause tragen muss, da es bequem mit der Post bis an die Tür geliefert wird.

Schulungsvideo von Einhell zur TE-AP 18 Li Akku-Säbelsäge

Die Entwicklung der Säbelsäge

Die Geschichte der Säge beginnt der Sage nach dem Dichter Ovid in der Antike. Erfunden haben soll sie ein Neffe des bekannten Helden Dädalus. Sein Name war Perdix, der jedoch mit seiner Erfindung kein wirkliches Glück gehabt hat, da sein Onkel, der auch als Erfinder tätig war, sehr eifersüchtig auf diese Erfindung wurde und ihn daher umbrachte.

Mit gezackten Steinen fing es an

Tatsache ist, dass es bereits in der Steinzeit eine Vorstufe zur Säge gab. Damals wurden gezackte Steine, wie sie schon mal in der Natur vorkommen, dazu genutzt, um Pflanzen oder ähnliches zu zerteilen. Versuche zu sägen wurden auch mit scharfen Seilen unternommen.

Im alten Ägypten wurde dann eine Säge aus Kupfer entwickelt. Diese Säge wurde dann im alten Rom durch die dortigen Handwerker weiterentwickelt, so dass es schon bald viele Varianten gab, mit denen in den folgenden Jahrhunderten gearbeitet wurde. Im 15. Jahrhundert wurde dann die erste Säge aus Stahl angefertigt.

Seit über 1000 Jahren gibt es schon Sägen, die durch Maschinen angetrieben wurden

Sägen ist anstrengend. Das wurde schnell erkannt und die Menschheit machte sich schon früh Gedanken darüber, wie man diese Arbeit erleichtern könnte. Bereits um 400 nach Christus wurden daher schon Sägemühlen über Wasserkraft betrieben. Mit diesen großen Sägemühlen konnte sogar schon Marmor zerschnitten werden.

Die nächste große Entwicklung nahmen die maschinenbetriebenen Sägen mit der Entdeckung der Elektrizität. Den direkten Vorgänger der Säbelsäge entwickelte das Unternehmen Stihl 1926.

Die Säbelsäge feierte 1951 Premiere, als die amerikanische Firma Milwaukee die erste Säbelsäge auf den Markt brachte, der noch viele weitere Modelle auch von anderen Herstellern folgen sollten.

Kontinuierliche Weiterentwicklung brachte eine große Vielfalt

Der Erfolg der Säbelsäge hatte auch zur Folge, dass von ihr viele weitere Modelle entwickelt wurden, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Inzwischen ist die Säbelsäge ein fester Bestandteil in den meisten gut eingerichteten Werkstätten und das sowohl im Hobby- als auch im Profibereich.

Weitere Infos

Trotz Motor ist auch Kraft nötig

Zwar hilft der elektrische Antrieb der Säge enorm, aber dennoch ist die Bedienung einer Säbelsäge nicht völlig ohne Kraft möglich. Der Grund ist die hohe Zugkraft, die einiges Geschick, aber auch an Körperkraft fordert. Allerdings gibt es einige Gelenkvorrichtungen, die entwickelt wurden und, die dafür sorgen, dass die Bedienung der Säbelsäge leichter wird und daher auch für weniger geübte oder auch nicht so kräftige Handwerker möglich ist.

Säbelsägen sind keine Wegwerfartikel

Natürlich kann auch eine Säbelsäge mal einen Schaden haben, wie das bei anderen Elektrogeräten auch der Fall sein kann. Meist wird das Gerät dann weggeschmissen, da sich oft die Reparatur nicht lohnt, da sie zu teuer ist. Stammt die Säbelsäge von einem der großen Hersteller, dann gibt es dort meist auch einen Reparatur-Service. Aber auch ein ausgebildeter Elektromechaniker kann eine Säbelsäge reparieren.

Kaufen oder mieten

Im Werkzeugverleih sind auch Säbelsägen im Sortiment. Wenn man sich dieses Gerät erstmal näher ansehen möchte und probeweise arbeiten will, dann ist dies eine gute Gelegenheit, die Funktionsweise und das Handling zu testen, ohne gleich ein Gerät kaufen zu müssen. Auch wenn eine Säbelsäge wirklich nur einmal gebraucht wird, kann sich das Leihen als sinnvoller erweisen. Wird sie jedoch häufiger gebraucht, dann lohnt sich bereits schon eine Anschaffung.

Geschwindigkeitsregulierungen sind immer praktisch

Sehr praktisch ist die Möglichkeit der Geschwindigkeitsregulierung, denn damit kann man auch beim Schnitt gezielt langsam beginnen. Läuft alles in die richtige Richtung, kann dann die Geschwindigkeit erhöht werden, um den Schnitt zügig zu beenden.

Das ist entscheidend

Bei einer Säbelsäge sind sowohl ein leistungsfähiger Motor als auch das richtige Sägeblatt entscheidend. Das Sägeblatt ist immer entsprechend des zu sägenden Materials zu wählen und muss demnach auch schon mal öfters gewechselt werden. Angenehm ist es, wenn dabei nicht noch zusätzliches Werkzeug benötigt wird, da dies einen schnellen Wechsel unnötig behindert.

Informationen zu den Sägeblättern

Damit die Säbelsäge zufriedenstellend arbeiten kann, werden passende und gute Sägeblätter benötigt. Hierbei sollte man sich gut informieren und auch genau auf die Unterschiede achten, wenn man ordentliche Ergebnisse bei der Arbeit mit der Säbelsäge erzielen möchte.

Entscheidend ist die Zahnreihe

Säbelsägen SägeblattAuf den ersten Blick sehen Sägeblätter sehr ähnlich aus, allerdings wird man bei genauerem Hinsehen erkennen, dass sie sich sowohl in der Größe als auch in der Dichte der Zähne unterscheiden. Es ist also auf keinen Fall egal, ob man einen feinen oder groben Typ wählt.

  • Feine Sägeblätter für feine Arbeiten
    Ist das zu bearbeitende Material dünn, dann sollte auch ein feines Sägeblatt gewählt werden, das viele kleine und eng stehende Zähne hat. Wählt man ein anderes Sägeblatt, kann es passieren, dass der Schnitt verzogen wird oder ausfranst. Manche dünnen Materialien können sogar zerbrechen oder reißen, wenn nicht ein feines Sägeblatt verwendet wird.
  • Grobe Sägeblätter für grobe Arbeiten
    Wenn das Material, das gesägt werden soll, eher dick und grob ist, dann kann auch ein entsprechend grobes Sägeblatt an der Säbelsäge genutzt werden. In einem solchen Fall ist die Durchschlagkraft des Sägeblattes entscheidend und nicht die Präzision. Das Material sollte nicht zu hart sein und eher weicher, damit es keine Schäden gibt. Im Zweifel kann man sich aber auch für ein feines Sägeblatt entscheiden.

Weniger Verschleiß durch fachgerechtes Arbeiten

Wer die Säge und auch das Sägeblatt korrekt behandelt, der kann Verschleiß vorbeugen. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass das Sägeblatt sowie das Werkstück immer fest eingespannt sind. Kann das Sägeblatt schlingern, dann wird es auch schnell beschädigt. Wird ein eher hartes Material geschnitten, dann ist es sinnvoll Schmier- oder Kühlmittel zu verwenden.

Auch beim eigentlichen Sägen ist auf einiges zu achten. Wenn mit zu viel Druck gesägt wird, dann wird das Sägeblatt sehr strapaziert. Wird jedoch mit zu wenig Druck gesägt, dann hat diese ebenfalls verschleißende Wirkung auf das Sägeblatt. Man braucht also durchaus etwas Gefühl für die richtige Dosis. Brechen beim Sägen die Zähne aus, dann war das Sägeblatt meist zu grob gewählt worden.

Häufig gestellte Fragen zur Säbelsäge

Die folgenden Fragen sind häufig aufkommende Themen rund um die Säbelsäge und ihre Nutzung.

  • Was sind die Unterschiede zwischen einem Gerät mit Akku und einem mit Netzbetrieb?
    Der wesentliche Unterschied ist, dass man bei einer Akku-Säge sehr viel mehr Bewegungsfreiraum hat. Die Leistung ist in der Regel ähnlich. Wenn man nicht weiß, ob man immer eine Stromversorgung zur Verfügung hat, dann sollte man lieber eine Säbelsäge mit Akku wählen, der natürlich immer wieder aufgeladen werden muss.
  • Was hat es mit der Hubzahl auf sich?
    Über die Hubzahl wird die Geschwindigkeit der Säbelsäge angegeben und sie gibt Auskunft darüber, in welcher Geschwindigkeit sich das Sägeblatt bewegt. Es gibt Geräte, die haben eine Pendelhubeinstellung, die dafür sorgt, dass sich das Sägeblatt in eher sanften Kreisen bewegt, was ein schnelleres Sägen von geraden Schnitten ermöglicht.
  • Warum braucht man mehr als nur ein Sägeblatt?
    Wenn man verschiedene Materialien sägen möchte, dann benötigt man auch verschiedene Sägeblätter. Die groben Sägeblätter sind eher für weiche und dicke Materialien geeignet, während die feinen Sägeblätter eher für einen harten und dünnen Werkstoff sind.
  • Wozu braucht man überhaupt eine Säbelsäge?
    Eine Säbelsäge ist sehr beweglich und kann universell eingesetzt werden. Damit ist sie an allen Orten, vor allem mit Akku, geeignet und auch für nahezu alle Materialien.
  • Welche Teile sind von Verschleiß betroffen?
    Sicher werden irgendwann die Sägeblätter verschleißen. Das kommt natürlich immer darauf an, wie häufig sie genutzt werden und auch, wie gut sie behandelt werden. Um den Verschleiß hinauszuzögern, sollte man immer darauf achten, dass die Sägeblätter fest eingespannt und auch gut geschmiert worden sind. Wird das Sägeblatt gewechselt, sollte danach immer ein neuer Schnitt begonnen werden.
  • Welche Risiken gibt es im Umgang mit der Säbelsäge?
    Sägen gehören zu den Werkzeugen, die immer ein gewissen Risiko bergen, da die Sägeblätter selbstverständlich scharf sein müssen. Wird jedoch der sachgerechte Umgang eingehalten, dann gehört die Säbelsäge eher zu den sicheren Werkzeugen. Zu empfehlen ist aber immer das Tragen von Schutzhandschuhen, um ein Verrutschen zu vermeiden. Je nach Arbeit kann auch eine Schutzbrille sinnvoll sein, um zu vermeiden, dass Splitter in die Augen gelangen.
  • Können Sägeblätter geschärft werden?
    Es ist zwar manchmal möglich, dass Sägeblätter geschärft werden können, jedoch sollte diese Tätigkeit nur von Fachleuten gemacht werden. Häufig empfiehlt sich jedoch der Kauf eines neuen Sägeblattes.
  • Wie viel Watt ist bei einer Säbelsäge nötig?
    Natürlich ist hier der Einsatz entscheidend für die geforderte Leistung, aber meist sollten es schon 700 Watt sein. Hat die Säge mehr Leistung, dann ist sie meist auch schwerer und auch unhandlicher im Gebrauch.

Praktisches Zubehör

Neben der Säbelsäge gibt es auch noch verschiedenes Zubehör, was hilfreich sein kann. Hier sollte man auch immer darauf achten, was bereits im Lieferumfang enthalten ist, denn es gibt durchaus Modelle, die mit sehr umfangreichem Zubehör geliefert werden, während andere nicht mal ein Sägeblatt dabei haben.

Die Sägeblätter

Sehr wichtig sind bei einer Säbelsäge natürlich die Sägeblätter. Hier sollte man je nach den geplanten Arbeiten auch durchaus mehrere verschiedene Sägeblätter zur Verfügung haben, die jeweils zum Material passen müssen, das sie durchtrennen sollen. Nur durch das Wechseln der Sägeblätter entsprechend zum Material kann man mit der Säbelsäge auch effektiv und verschleißarm arbeiten.

Der Handel bietet eine umfangreiche Auswahl an Sägeblättern. Wenn man auf die Beschreibung achtet, dann lässt sich meist recht gut erkennen, welches Sägeblatt geeignet ist. Manchmal gibt es auch Sets, in denen die gängigsten Varianten enthalten sind. Dies ist vor allem für Einsteiger sinnvoll und auch praktisch.

Die Sicherheitskleidung

Um das Risiko einer Verletzung weiter zu reduzieren, sollte auch auf die richtige Arbeitskleidung geachtet werden. Dazu zählen gut gepolsterte Arbeitshandschuhe, damit das Gerät sicher in der Hand liegt und nicht verrutschen kann. Eine Schutzbrille sorgt dafür, dass die Augen nicht durch umher fliegende Splitter verletzt werden können. Je nach Arbeit, Arbeitsort, Dauer und Material kann auch eine Feinstaubmaske sinnvoll sein, wenn das Staubaufkommen sehr hoch ist.

Die Gelenkhilfen, Führungsschienen und Haken

Natürlich ist der elektrische Antrieb eine große Hilfe, jedoch braucht man bei der Arbeit mit einer Säbelsäge auch Kraft und Geschick. Allerdings gibt es auch einige technische Hilfsmittel, die dies vereinfachen können. Dazu zählen mechanische Gelenksysteme, die den Arbeiter entlasten, in dem sie die Säbelsäge stützen, während man mit ihr arbeitet. Bei manchen Modellen werden diese Hilfsmittel sogar schon mitgeliefert. Wenn nicht, dann kann man diese Ergänzungen auch später noch erwerben.

Der Aufbewahrungskoffer

Viele Geräte werden inzwischen schon in einem stabilen Koffer geliefert, in dem man sie auch sicher aufbewahren kann. Ist dies nicht der Fall, dann sollte man durchaus über eine solche Anschaffung nachdenken, wenn man die Säge wirklich sicher und fachgerecht aufbewahren will, so dass sie lange funktionsfähig bleibt. Schließlich schützt ein solcher Koffer nicht nur vor mechanischen Schäden, sondern auch vor Witterungseinflüssen.

Der Akku und das Ladegerät

Hat man sich für eine akkubetriebene Säbelsäge entschieden, dann sollte man darauf achten, dass im Lieferumfang auch der Akku und das Ladegerät enthalten sind. Es gibt durchaus Hersteller, bei denen man dieses Zubehör getrennt kaufen muss. In der Regel ist es aber kein Problem, dieses Zubehör zu erwerben, denn vor allem der Online-Handel ist diesbezüglich meist sehr gut sortiert. Wer nicht durch einen leeren Akku in seiner Arbeit gestört werden möchte, der sollte sich sowieso nach einem zweiten Ersatz-Akku umschauen.

Der Inbusschlüssel zum Sägeblattwechsel

Inzwischen gibt es zahlreiche Säbelsägen, bei denen der Sägeblattwechsel ohne Werkzeug funktioniert. Allerdings gibt es auch immer noch Geräte, die dazu einen Inbusschlüssel benötigen, um damit das alte Sägeblatt zu lösen und das neue Blatt zu befestigen.

In der Regel haben diese Modelle dann auch einen solchen Inbusschlüssel im Lieferumfang. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen, so dass dies immer kontrolliert werden sollte. Außerdem kann ein solches Werkzeug auch leicht verloren gehen. Glücklicherweise ist es aber kein Problem, einen Inbusschlüssel neu zu kaufen.

Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4bels%C3%A4ge
http://sendlhofer.members.cablelink.at/geschichte/geschichte.htm

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